Mit Spaß und Erfolg eine Hauszeitung erstellen – so geht’s!

Junge Frau schaut älterer Dame beim Lesen über die Schulter.

Gut durchdacht vom Vorwort bis zur Danksagung

In keiner anderen Einrichtung ist das soziale Miteinander so wichtig, wie in einer Seniorenresidenz oder einem Altersheim. Denn hier gehen die Menschen nicht ständig ein und aus, hier bleiben die Menschen, hier verbringen sie ihre Tage und Nächte, ihre Wochenenden und Urlaube. Hier schlafen, essen, spielen und feiern sie – und hier lesen sie gerne ihre eigene Hauszeitung. Eine Zeitung, in der das steht, was für sie von Bedeutung ist, in der sie sich wiederfinden und an der sie vielleicht sogar mitgewirkt haben.

Aber bevor es ans Schreiben von Artikeln, ans Zusammentragen von Themen und ans Beisteuern von Fotos geht, muss erst geklärt werden, wie die Hauszeitung aussehen soll. Welches Format soll sie haben, welches Layout, welchen Umfang, welche Bindung? Manche Einrichtungen gestalten ihre Hauszeitung komplett selbst. Andere nehmen professionelle Hilfe in Anspruch und lassen ihre Hauszeitung von einem Profi setzen. Ganz neue Möglichkeiten eröffnen frei zugängliche Internet-Programme, mit deren Hilfe auch Laien richtige Zeitungen online gestalten können.

Darauf sollte man bei der Gestaltung achten

Doch egal ob einfach gehalten oder professionell umgesetzt – worauf es letztendlich ankommt ist, dass die Hauszeitung für Bewohner und Gäste gut lesbar, übersichtlich und klar strukturiert ist. Darum gilt:

  • – schnörkellose Schriftart wählen
  • – Schriftgröße 12 – 14 pt
  • – Kein Text in hellen Farben
  • – Auf Kontraste zwischen Schrift und Hintergrundfarbe achten
  • – Texte lieber mehrspaltig, als in großen Satzbreiten anordnen

Stehen die grundsätzlichen Vorgaben fürs Layout, geht’s ans Eingemachte: Das Füllen der Seiten mit ansprechenden Inhalten. Eine Hauszeitung soll die Leser unterhalten und informieren, sie erfreuen und auch mal fordern. Wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Texten und Bildern, heiteren und ernsten Themen, Vergangenem und Künftigem. Schön ist es auch, wenn mehrere Autoren Texte beisteuern, damit verschiedene Schreibstile und Sichtweisen die Hauszeitung zu einem abwechslungsreichen Leseerlebnis machen.

Diese Bausteine gehören in eine Hauszeitung

Gleich zu Beginn meldet sich normalerweise die Hausleitung zu Wort. Ein gutes Vorwort zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht austauschbar ist, also theoretisch nicht in jeder beliebigen Ausgabe erscheinen könnte. Der/Die Hausleiter*in muss aktuelle Bezüge in sein Vorwort einfließen lassen, das kann die Jahreszeit, eine hausinterne Entwicklung oder auch ein persönliches Erlebnis mit einer interessanten Botschaft sein.

Besonders beliebt sind in einer Hauszeitung die Rückblicke auf gemeinsame  Veranstaltungen, Ausflüge oder Feste. Die Berichte und Bilder lassen das Ereignis noch einmal Revue passieren und die Leser können in Erinnerungen schwelgen. Die Redakteure sollten hier darauf achten, dass die Texte nicht zu lang und ausschweifend werden. Lieber Platz für ein paar Fotos mehr lassen, denn die sagen oft mehr als 1000 Worte… Dementsprechend ist auch ein Rückblick nur in Bildern möglich.

Einen festen Platz in der Hauszeitung haben auch Ankündigungen künftiger Veranstaltungen – sowohl der regelmäßig in der Seniorenresidenz oder dem Altersheim angebotenen Aktivitäten, als auch der besonderen Ereignisse. Bei Letzteren kann der Autor schon einmal das geplante Programm vorstellen oder wenn nötig weitere freiwillige Helfer anwerben.

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Bekanntmachungen lassen sich über die Hauszeitung besonders gut verbreiten, zum Beispiel Änderungen in der Hausordnung oder andere für die Gemeinschaft relevante Beschlüsse. Auch Hinweise zu neu eingezogenen Bewohnern, Glückwünsche an Jubilare und Gedenken der Verstorbenen gehören in diese Rubrik.

Damit die Unterhaltung nicht zu kurz kommt, sollte es in jeder Hauszeitung eine Witze- und Rätselseite geben. Bilder-, Zahlen- oder Kreuzworträtsel – für jede Vorliebe ist etwas dabei. Besonders viel Freude machen Ratespiele, wenn sie Bezug auf die Einrichtung oder ihre Bewohner nehmen. So gibt es im Internet Programme, die Suchsel mit vorgegebenen Wörtern erstellen, zum Beispiel mit dem Namen der Seniorenresidenz oder dem des Heimleiters. Oder wie wäre es mit einem Bilderrätsel, bei dem jeweils ein Enkel seiner Großmutter zugeordnet werden muss?

Bestimmte Hinweise und Informationen dürfen die Redakteure nicht vergessen: So müssen sie alle wichtigen Ansprechpartner auflisten und zudem die Geschäftspartner erwähnen bzw. deren Anzeigen einplanen. Für externe Leser ist eine Auflistung der Kosten/Pflegegrade und eine Anmeldung für den Förderverein interessant.

Diese Inhalte machen eine Hauszeitung lesenswert

Mal hinter die Kulissen blicken! Das ist auch für die Bewohner einer Seniorenresidenz oder eines Altersheims sehr spannend – auch wenn es nur auf dem Papier ist. Wie sieht der Tagesablauf der Hausleitung aus? Was macht der Hausmeister, wenn er gerade keine Glühbirne austauscht? Wer kauft wo die Lebensmittel für die Kantine ein? All diese Fragen können aufgeklärt werden, indem in jeder Ausgabe ein Arbeitsbereich unter die Lupe genommen wird bzw. ein Mitarbeiter von seinen Aufgaben erzählt.

Gern gelesen wird auch, wer die Personen sind, die da tagein tagaus den Heimbetrieb am Laufen halten – was sind ihre Hobbys, wie sind sie zu ihrem Beruf gekommen, haben sie selbst eine Familie? Besonders bei neuen Mitarbeitern oder freiwilligen Helfern bietet sich so eine kurze persönliche Vorstellung an.

Aber nicht nur die Mitarbeiter dürfen aus dem Nähkästchen plaudern, auch die Bewohner haben bestimmt viel zu erzählen. Sie können zum Beispiel ihre Erinnerungen teilen und erzählen

  • – wie sie in ihrer Kindheit Weihnachten/Ostern etc. gefeiert haben
  • – wohin sie warum am liebsten gereist sind
  • – welches Ereignis sie nie vergessen werden
  • – welchem besonderen Menschen sie begegnet sind

Man ist nie zu alt, um etwas zu lernen, oder? Wie wäre es also mit einer „Gut zu Wissen“- Reihe? Im Speziellen könnte sie sich mit Gegenständen oder Ereignissen befassen, die außerhalb der Heimmauern in aller Munde sind, Dinge wie Facebook, Fidget Spinner oder Halloween. So lässt sich bestimmt auch mal der Enkel beeindrucken!

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Zur Auflockerung der Seiten eignen sich Gedichte oder Kurzgeschichten sehr gut. Werden sie passend zur Jahreszeit ausgewählt, bringen sie den Leser in die entsprechende Stimmung. Es können Werke berühmter Persönlichkeiten abgedruckt werden, aber auch die Dichtungen begabter Bewohner.

Und nicht nur geschriebene Kunstwerke bekommen in der Hauszeitung Raum – auch abfotografierte Gemälde, Plastiken, Basteleien oder Backwerke (natürlich inklusive Rezept) dürfen hier präsentiert werden.

Die Mühe lohnt sich!

In einer Seniorenresidenz oder einem Altersheim treffen Menschen mit verschiedensten Biografien, Interessen und Ansichten aufeinander. Ob sie zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel, ob sie an gemeinsamen Aktivitäten teilnehmen, ob sie sich wahrgenommen und angenommen fühlen. Eine Hauszeitung fördert den Informationsfluss, den Austausch und damit auch maßgeblich das Gemeinschaftsgefühl.

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